Dokumente · Sicherheit
ML-DSA
Module-Lattice-Based Digital Signature Standard, NIST FIPS 204
01 · Grundlagen
Worum es geht.
ML-DSA ist ein post-quanten-sicheres digitales Signaturverfahren, standardisiert in NIST FIPS 204. Es basiert auf Modul-Gittern und geht aus der CRYSTALS-Dilithium-Familie hervor. Ziel ist, Signaturen auch gegen Angreifer mit großskaligen Quantencomputern abzusichern.
Praktische Einordnung.
ML-DSA ist für langfristige Nachweise interessant, hat aber größere Schlüssel und Signaturen als klassische ECDSA-Verfahren. Für industrielle Audit-Trails kann eine Migrationsstrategie sinnvoll sein: heute robuste klassische Signaturen, parallel klare Algorithmusfelder und später hybride oder ML-DSA-basierte Signaturen für besonders langlebige Nachweise.
02 · Einordnung
Bezug zu Tanocrix.
Im Tanocrix Schema ist das Signaturverfahren explizit ausgewiesen. ML-DSA (FIPS 204) ist darin deklariert, aber noch nicht implementiert — heute signiert ausschließlich ECDSA P-384 mit SHA-384. ML-DSA ist für Tanocrix deshalb kein Drop-in-Detail, sondern ein planbarer Algorithmuswechsel mit Auswirkungen auf Payload-Größe, Schlüsselverwaltung, Zertifikate und Langzeitarchivierung.